Reicht eine kostenlose Buchhaltungssoftware — und wo liegt die Grenze?
7 der 28 Lösungen haben eine dauerhaft kostenlose Stufe. Die Frage ist nicht, ob sie taugt, sondern wann Sie an ihre Grenze stossen — und was das dann kostet.
Das Wichtigste in Kürze
- 7 der 28 verglichenen Buchhaltungslösungen haben eine dauerhaft kostenlose Stufe, nicht bloss eine Testphase. Stand Juli 2026.
- Begrenzt ist sie fast immer durch die MENGE und nicht durch den Funktionsumfang: Belege im Jahr, Zahl der Mandanten, Zahl der Benutzer. Solange Ihr Betrieb darunter bleibt, fehlt Ihnen im Alltag nichts.
- Teuer wird die kostenlose Stufe an ihrer Grenze. Wer sie im November überschreitet, wechselt mitten im Geschäftsjahr die Stufe oder das Programm.
- Zum Vergleich: die 12 publizierten Einstiegspreise liegen in der Mitte bei CHF 25.– im Monat. Der Sprung von gratis auf bezahlt ist also klein — der Sprung von einer Lösung zur anderen nicht.
Was «kostenlos» in dieser Kategorie bedeutet
Es gibt zwei Sorten. Die eine ist eine Testphase mit Ablaufdatum, die andere eine dauerhaft kostenlose Stufe mit einer Mengengrenze. Nur die zweite ist hier gemeint, und 7 der 28 Lösungen haben sie.
Der Unterschied zu einer Testphase ist nicht die Länge, sondern die Absicht: eine Gratisstufe rechnet damit, dass Sie dauerhaft bleiben, und ist entsprechend gebaut. Sie ist nicht funktionsarm, sondern mengenbegrenzt — und das ist für einen Kleinbetrieb der günstigere Zuschnitt.
Drei Grenzen, an denen es endet
In dieser Reihenfolge werden sie in der Praxis erreicht.
Belege im Jahr
Die häufigste Grenze und die einzige, die mit dem Geschäft wächst. Schätzen Sie eher zu hoch als zu tief: ein Betrieb mit vierzig Belegen im Monat hat 480 im Jahr, und das ist über den meisten Gratisgrenzen.
Zahl der Benutzer
Meist einer. Sobald das Treuhandbüro mitschauen soll oder eine zweite Person fakturiert, ist die Stufe erreicht — nicht wegen der Menge, sondern wegen des Zugangs.
Zahl der Mandanten
Für einen einzelnen Betrieb ohne Bedeutung. Wer eine zweite Gesellschaft oder einen Verein mitführt, braucht einen zweiten Mandanten und verlässt damit fast immer die Gratisstufe.
Warum der Wechsel mehr kostet als das Abonnement
Innerhalb derselben Lösung ist der Sprung von gratis auf bezahlt eine Einstellung: die Daten bleiben, die Grenze fällt, und der Betrag liegt in der Grössenordnung der 12 publizierten Einstiegspreise — in der Mitte CHF 25.– im Monat.
Der Wechsel auf eine andere Lösung ist etwas anderes. Er hinterlässt mitten im Geschäftsjahr zwei Datensätze für eine Buchhaltung, und der Abschluss muss beide zusammenführen. Wer die Gratisstufe im November sprengt, zahlt das mit Abschlussarbeit und nicht mit Franken.
Daraus folgt eine einfache Regel: die Gratisstufe ist die richtige Wahl, wenn Sie sicher darunter bleiben — und die falsche, wenn Sie knapp darunter liegen.
Häufige Fragen
Ist eine kostenlose Buchhaltung gesetzlich zulässig?
Das Gesetz stellt Anforderungen an die Buchführung, nicht an den Preis der Software. Eine Gratisstufe, die unveränderbar ablegt, lesbar bleibt und einen vollständigen Export erlaubt, erfüllt dieselben Bedingungen wie eine bezahlte.
Welche Lösungen haben eine Gratisstufe?
7 der 28 verglichenen. Die Namen stehen im Gesamtvergleich in einer eigenen Gruppe — und in der Vergleichstabelle als eigene Zeile, die sich filtern lässt.
Was ist der Unterschied zu einer Testversion?
Die Testversion endet an einem Datum, die Gratisstufe an einer Menge. Für einen Nebenerwerb ist die zweite dauerhaft brauchbar, die erste nicht.
Woher die Zahlen kommen
- Gratisstufen
- Herstellerangaben, je Wert mit Prüfdatum. Erfasst ist nur die dauerhaft kostenlose Stufe, nicht die Testphase. Stand Juli 2026.
- Preise
- Herstellerangaben aus Preislisten und Testzugängen. Bei 16 der 28 Lösungen publiziert der Hersteller keinen Preis; geschätzt wird keiner.
Welche der 28 Lösungen eine dauerhaft kostenlose Stufe hat, lässt sich in der Vergleichstabelle filtern.
Alle 28 Anbieter in der Vergleichstabelle: BuchhaltungWeitere Beiträge
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