Lexikon
Alle Begriffe von A bis Z
Begriffe, die bei der Auswahl betrieblicher Software vorkommen — kurz erklärt.
A
- Abschlussmodule Für den Jahresabschluss braucht es mehr als eine Bilanz: Abgrenzungen, Anlagenbuchhaltung, Kontenabstimmung und einen prüffähigen Bericht.
- Abschreibung Die Verteilung der Kosten einer Anlage über ihre Nutzungsdauer.
- AG Aktienkapital ab 100 000 Franken, davon mindestens die Hälfte einbezahlt.
- AGVS-Branchenabläufe Die Abläufe, die der Auto Gewerbe Verband Schweiz für Werkstattauftrag, Garantieabwicklung und Stundenverrechnung vorgibt.
- AHV-Beiträge Die Beiträge an die erste Säule, hälftig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen und mit IV und EO in einem Abzug abgerechnet.
- Aktive Rechnungsabgrenzung Bereits bezahlter Aufwand, der ein späteres Jahr betrifft — steht als Aktivum in der Bilanz.
- Anlagevermögen Was dem Betrieb langfristig dient: Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Software, Beteiligungen.
- Anzahlung Geld, das vor der Leistung fliesst. Buchhalterisch keine Einnahme, sondern eine Verbindlichkeit — die Leistung ist noch geschuldet.
- Arbeitslosenversicherung ALV-Beiträge auf dem Lohn bis zu einer Höchstgrenze, hälftig getragen.
- ARV1 Arbeits- und Ruhezeit Die ARV1 schreibt Lenk-, Arbeits- und Ruhezeiten für Berufsfahrer vor, samt Aufzeichnungspflicht.
- Aufzeichnungspflicht ArG Artikel 46 des Arbeitsgesetzes verlangt Verzeichnisse über Arbeits- und Ruhezeiten …
- Ausgenommene Leistungen Umsätze ohne Mehrwertsteuer und ohne Vorsteuerabzug — Vermietung von Wohnraum, Heilbehandlung, Bildung, Versicherung.
- Ausländerbewilligungen Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen — B, C, G, L — mit Gültigkeitsdatum je Person.
- Ausmass Die Aufmessung der tatsächlich erbrachten Leistung, die im Bauhauptgewerbe die Grundlage der Rechnung ist — nach Positionen und Mengen, meist gegen …
B
- Bareinnahmen Bargeldumsätze sind lückenlos und einzeln aufzuzeichnen; bei überwiegendem Barverkehr verlangt die Eidgenössische Steuerverwaltung ein Kassabuch mit …
- Beleg Das Schriftstück, das eine Buchung begründet.
- Betreibung Die staatliche Durchsetzung einer Geldforderung.
- Bezugsteuer Steuer auf Leistungen aus dem Ausland, die der Empfänger in der Schweiz selbst abrechnet — betrifft jedes Softwareabo aus dem Ausland.
- Bilanz Die Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital auf einen Stichtag.
- Bilanzsumme Die Summe der Aktiven — und damit auch der Passiven.
- Break-even-Point Der Umsatz, bei dem die Fixkosten gedeckt sind.
- Brutto- und Nettolohn Brutto ist der vereinbarte Lohn, netto der ausbezahlte.
- Bruttogewinn Umsatz minus Warenaufwand. Was nach dem Einkauf übrig bleibt, bevor die eigenen Kosten kommen.
- Buchführungspflicht Wer doppelt buchführen muss und wer nicht: die Grenze liegt bei 500 000 Franken Jahresumsatz.
- Buchungsjournal Alle Buchungen in zeitlicher Reihenfolge, lückenlos und unveränderbar.
- Buchungssatz Die kleinste Einheit der Buchhaltung: Soll an Haben, mit Betrag, Datum und Beleg.
- Buchwert Der Wert, mit dem ein Gegenstand in den Büchern steht — Anschaffungswert minus alle Abschreibungen.
- BVG und Pensionskasse Die zweite Säule. Obligatorisch ab einer Eintrittsschwelle, Beiträge nach Alter gestaffelt, mindestens hälftig vom Arbeitgeber.
- BVG-Abzüge Pensionskassenabzüge folgen dem Reglement der jeweiligen Kasse — Koordinationsabzug, Eintrittsschwelle, Altersstaffelung.
C
- camt.053 Der elektronische Kontoauszug nach ISO 20022.
D
- Datenstandort Schweiz Ob die Daten in der Schweiz liegen, ist kein Gesetz, aber oft eine Anforderung — besonders bei Personendaten und öffentlichen Aufträgen.
- Debitor Ein Kunde, der eine Rechnung noch nicht bezahlt hat — und der Buchungskreis, in dem diese offenen Forderungen geführt werden.
- Deckungsbeitrag Was ein Produkt oder Auftrag nach seinen variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
- Delkredere Die Wertkorrektur auf zweifelhafte Kundenforderungen — eine Schätzung des Ausfalls, keine Ausbuchung.
- DENTOTAR-Rahmentarif Der zahnärztliche Rahmentarif, nach dem Behandlungspositionen abgerechnet werden.
- Direkte Bundessteuer Die Steuer des Bundes auf Einkommen und Gewinn.
- Dividende Die Gewinnausschüttung an die Anteilsinhaber.
- Doppelte Buchhaltung Jede Buchung berührt zwei Konten. Daraus entstehen Bilanz und Erfolgsrechnung — und die Selbstkontrolle des Systems.
- Dreizehnter Monatslohn Kein gesetzlicher Anspruch — er entsteht aus Vertrag oder Gesamtarbeitsvertrag.
- Durchlaufposten Geld, das nur durchläuft und nicht dem Betrieb gehört — kein Ertrag, kein Aufwand.
E
- eBill Die digitale Rechnung im E-Banking des Kunden.
- EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern — die operative Leistung, unabhängig von Finanzierung und Steuersitz.
- EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen — eine Annäherung an den operativen Geldfluss.
- Effektive Abrechnungsmethode Die Normalvariante: Steuer auf dem Umsatz minus tatsächlich bezahlte Vorsteuer.
- Eigenkapital Was den Eigentümern gehört: Vermögen minus Schulden.
- Eigenkapitalquote Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme.
- Eigenverbrauch Wenn eine Leistung, für die Vorsteuer abgezogen wurde, für nicht steuerbare Zwecke verwendet wird — dann ist die Vorsteuer zu korrigieren.
- Einfache Buchhaltung Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage — die gesetzlich vorgesehene Form für kleine Einzelfirmen.
- Einzelfirma Ein Betrieb, der einer natürlichen Person gehört.
- Empfängerortsprinzip Bei Dienstleistungen liegt der Ort der Leistung dort, wo der Empfänger sitzt — die Regel für Beratung, Software und Werbung.
- Entgeltsminderung Rabatte, Skonti und Gutschriften nach der Rechnung — sie mindern den Umsatz und damit die Steuer.
- Erfolgsrechnung Aufwand und Ertrag einer Periode — die Rechnung, die zeigt, ob gewirtschaftet oder verbraucht wurde.
- Erneuerungsfonds Die Rückstellung, die eine Stockwerkeigentümergemeinschaft für künftige Sanierungen bildet.
- Eröffnungsbilanz Der Anfangsbestand eines Geschäftsjahres — identisch mit der Schlussbilanz des Vorjahres.
F
- Familienzulagen Kinder- und Ausbildungszulagen, kantonal unterschiedlich hoch, über den Arbeitgeber ausbezahlt und über die Ausgleichskasse finanziert.
- Ferienentschädigung Der Ferienanspruch in Geld statt in Tagen — zulässig nur bei unregelmässiger Beschäftigung, und dann auf der Abrechnung auszuweisen.
- Fixkosten Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen: Miete, Löhne, Versicherungen, Software.
- Forderungsverlust Eine Rechnung, die endgültig nicht bezahlt wird.
- Fremdkapital Alle Schulden des Betriebs, kurz- und langfristig.
- Fremdwährung Einkauf in Euro oder Dollar, Buchhaltung in Franken: es braucht einen Kurs je Belegdatum, die Bewertung am Bilanzstichtag und die Buchung der …
- Fristenkontrolle Die Überwachung gerichtlicher und vertraglicher Fristen mit Vorwarnung.
G
- GAV-Regeln Gesamtarbeitsverträge setzen je Branche Wochenarbeitszeit, Zuschläge, Ferien und Mindestlöhne fest, und sie weichen voneinander ab.
- GeBüV-Konformität Die Geschäftsbücherverordnung verlangt zehn Jahre Aufbewahrung, jederzeit lesbar und nachvollziehbar.
- Geldflussrechnung Woher das Geld kam und wohin es ging — getrennt nach Betrieb, Investition und Finanzierung.
- Gemeinkosten Kosten, die keinem einzelnen Auftrag direkt zurechenbar sind — sie werden über Schlüssel verteilt.
- Genossenschaft Personenverbindung mit wechselnder Mitgliederzahl und dem Zweck, ihre Mitglieder zu fördern.
- Geschäftsaufwand Alle geschäftsmässig begründeten Kosten. Was privat ist, gehört nicht dazu — und wird korrigiert.
- Geschäftsjahr Der Zeitraum, über den abgerechnet wird. Muss nicht das Kalenderjahr sein, dauert aber höchstens zwölf Monate — ausser im Gründungsjahr.
- Geschäftsvermögen Was dem Betrieb dient, im Gegensatz zum Privatvermögen.
- Gewinnsteuer Die Steuer auf dem Reingewinn einer Kapitalgesellschaft — Bund, Kanton und Gemeinde zusammen.
- Gewinnvortrag Der Teil des Gewinns, der weder ausgeschüttet noch den Reserven zugewiesen wird — er bleibt auf neue Rechnung.
- GmbH Eigene Rechtspersönlichkeit, Stammkapital ab 20 000 Franken, Gesellschafter im Handelsregister öffentlich sichtbar.
- Grenzgänger Grenzgänger unterliegen je nach Wohnland und Arbeitsort eigenen Regeln bei Steuer und Sozialversicherung.
- Gutschrift Die Korrektur einer bereits gestellten Rechnung nach unten — mit eigener Nummer, nicht als Änderung der alten Rechnung.
H
- Handelsregister Das öffentliche Verzeichnis der Unternehmen.
- Hauptbuch Die Gesamtheit aller Konten mit ihren Buchungen — die geordnete Sicht auf denselben Bestand, den das Journal zeitlich zeigt.
I
- IBAN Die internationale Kontonummer. In der Schweiz 21 Zeichen, beginnend mit CH und zwei Prüfziffern.
- Interessenkonfliktprüfung Vor der Annahme eines Mandats ist abzuklären, ob die Kanzlei bereits für die Gegenpartei tätig war oder ist.
- Inventar Die mengenmässige Aufnahme der Bestände auf den Bilanzstichtag — Grundlage für die Bewertung des Vorrats.
- ISO 20022 / camt Die Bank liefert Zahlungseingänge als camt-Datei, die Software gleicht sie gegen offene Rechnungen ab.
- IV und EO Invalidenversicherung und Erwerbsersatz — zwei Beiträge, die zusammen mit der AHV in einem Abzug erscheinen.
J
- Jahresrechnung Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang — der Abschluss, den das Gesetz verlangt.
K
- Kapitaleinlageprinzip Rückzahlungen von Kapitaleinlagen sind beim Empfänger steuerfrei — wenn sie in einer eigenen Reserve ausgewiesen sind.
- Kapitalsteuer Eine kantonale Steuer auf dem Eigenkapital der Gesellschaft — sie fällt auch ohne Gewinn an.
- Kassenbuch Die Aufzeichnung aller Barbewegungen mit täglichem Saldo.
- Kollektivgesellschaft Zwei oder mehr natürliche Personen, gemeinsamer Betrieb, unbeschränkte und solidarische Haftung aller.
- Kontenrahmen KMU Der KMU-Kontenrahmen ist in der Schweiz Standard und Grundlage jedes Abschlusses.
- Kontokorrent Ein laufendes Konto, auf dem Forderungen und Schulden gegenseitig verrechnet werden — je Kunde, Lieferant oder Bank.
- Koordinationsabzug Der Betrag, der vom Lohn abgezogen wird, bevor die Pensionskasse versichert — weil dieser Teil schon von der AHV gedeckt ist.
- Kostenplan BKP / eBKP Der Baukostenplan gliedert Baukosten in genormte Gruppen; der elementbasierte eBKP nach SN 506 511 tut dasselbe nach Bauteilen.
- Kostenstelle Ein abgegrenzter Bereich, dem Kosten zugeordnet werden — Abteilung, Filiale, Fahrzeug, Projekt.
- Krankentaggeld (KTG) Freiwillige Versicherung des Lohnausfalls bei Krankheit — freiwillig für den Betrieb, oft zwingend nach Gesamtarbeitsvertrag.
- Kreditor Ein Lieferant, dessen Rechnung noch offen ist — die Gegenseite zum Debitor, samt Zahlungsfreigabe und Zahllauf.
- Kurtaxen Kurtaxen sind nicht zu versteuern, wenn sie dem Gast separat und als solche bezeichnet fakturiert werden.
L
- L-GAV Bau Der Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes regelt Mindestlöhne, den flexiblen Jahresarbeitszeitkalender, Zuschläge und Reisezeit.
- L-GAV Gastro Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes gilt für praktisch jeden Betrieb der Branche und setzt Mindestlohn, dreizehnten Monatslohn, Ferien …
- L-GAV Hotellerie Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes regelt Arbeitszeit, Zuschläge und Mindestlöhne.
- Lieferschein Der Beleg über die gelieferte Ware — ohne Preise.
- Liquidation Die geordnete Auflösung eines Unternehmens: Vermögen verwerten, Schulden zahlen, Rest verteilen, löschen.
- Liquidität Die Fähigkeit, Rechnungen bei Fälligkeit zu bezahlen.
- Lohnabrechnung Die monatliche Aufstellung über Bruttolohn, Abzüge und Nettolohn je Mitarbeitendem — und der Beleg, den der Arbeitnehmer verlangen kann.
- Lohnausweis Die Jahresbescheinigung für die Steuererklärung.
- Lohnnebenkosten Alles, was der Arbeitgeber über den Bruttolohn hinaus zahlt — Arbeitgeberanteile, Prämien, Verwaltungskosten.
- LSVA Die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe wird nach Gewicht, Emissionsstufe und Kilometern erhoben.
M
- Mahnwesen Mehrstufige Mahnläufe mit Fristen, Gebühren und Verzugszins, in der Sprache des Kunden.
- Mandantendaten in der Schweiz Ein Treuhandbüro bearbeitet fremde Daten: Löhne, Umsätze und Belege seiner Mandanten.
- Mandantenfähigkeit Eine Kanzlei führt viele Buchhaltungen getrennt, aber in einer Oberfläche: Rechte je Mandat, Wechsel ohne Neuanmeldung, Auswertungen über alle.
- Margenbesteuerung Bei Gebrauchtwaren wird nur die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf versteuert — der Fall des Occasionshandels.
- MediData MediData ist der verbreitete Kanal für den elektronischen Rechnungsversand im Gesundheitswesen.
- Mehrwertsteuer Die Steuer auf dem Verbrauch, die der Betrieb einzieht und weiterleitet.
- MFK-Termine Die Motorfahrzeugkontrolle prüft Fahrzeuge in gesetzlichen Abständen.
- Milizstruktur Vorstand und Kassier wechseln, arbeiten nebenamtlich und sind keine Buchhalter.
- Mitgliederbeiträge Beiträge nach Mitgliederkategorie, Serienrechnung an alle, Zahlungskontrolle und Mahnung.
- Mutterschaftsentschädigung Vierzehn Wochen Entschädigung aus der Erwerbsersatzordnung, achtzig Prozent des Lohns bis zu einem Höchstbetrag.
- MWST 3.8 % Beherbergung Übernachtungen unterliegen dem Sondersatz von 3.8 %, Verpflegung dem Normalsatz.
- MWST 8.1 / 2.6 / 3.8 % Die Software muss alle drei schweizerischen Sätze führen — Normalsatz, reduzierter Satz und Sondersatz für Beherbergung — und sie auf Belegen wie in …
- MWST-Pflicht Pflicht ab 100 000 Franken Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen.
N
- Nebenerwerb Eine zweite Erwerbstätigkeit neben der Haupttätigkeit.
- Nebenkostenabrechnung Heiz- und Betriebskosten werden gesammelt und nach Verteilschlüssel auf die Mietparteien umgelegt.
- Nicht-Entgelt Geldflüsse, die kein Entgelt für eine Leistung sind — Subventionen, Spenden, Dividenden.
- NPK-Leistungsverzeichnis Der Normpositionen-Katalog des CRB liefert die standardisierten Texte, mit denen Bauleistungen ausgeschrieben werden.
O
- Occasionshandel Der Handel mit Gebrauchtwagen bringt eigene Anforderungen: das Fahrzeug als Lagerposition mit Einstandswert und Standtagen, der Eintausch als …
- Offene Posten Alle gestellten und noch nicht bezahlten Rechnungen, nach Fälligkeit geordnet — die Grundlage für Mahnwesen und Liquiditätsplanung.
- Offerte Ein verbindliches Angebot. Sagt der Kunde innert Frist Ja, ist der Vertrag geschlossen — ohne weiteres Zutun.
- OR-Mietrecht Die Artikel 253 bis 274g des Obligationenrechts regeln das Mietverhältnis …
P
- pain.001 Der Zahlungsauftrag nach ISO 20022 — die Datei, mit der eine Software Lieferantenrechnungen zur Bank schickt.
- Partnerpflicht Manche Anbieter verkaufen und betreuen ausschliesslich über Vertriebspartner.
- Passive Rechnungsabgrenzung Aufwand des laufenden Jahres, der noch nicht bezahlt oder fakturiert ist — steht als Verbindlichkeit in der Bilanz.
- Patientendaten in der Schweiz Patientendaten sind besonders schützenswerte Personendaten, und Ärzte samt ihren Hilfspersonen unterstehen dem Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB — …
- Periodengerechtigkeit Aufwand und Ertrag gehören in das Jahr, in das sie sachlich fallen — nicht in das Jahr der Zahlung.
- Personalverpflegung Verpflegt ein Betrieb sein Personal, ist das Lohn in Naturalform.
- Privatanteil Der Anteil privater Nutzung an einer Geschäftsleistung — beim Geschäftsauto der bekannteste Fall.
- Proformarechnung Ein Rechnungsdokument ohne Zahlungsforderung — für Zoll, Visum oder Vorlage, nicht für die Buchhaltung.
- Prokura Eine im Handelsregister eingetragene Vollmacht für alle Geschäfte, die der Betrieb mit sich bringt.
Q
- QR-IBAN Eine eigene IBAN für Zahlungen mit strukturierter Referenz.
- QR-Rechnung Seit dem Ende des Einzahlungsscheins Pflichtstandard.
- QR-Referenz Die 27-stellige Kennung auf der QR-Rechnung, mit der eine Zahlung ihrer Rechnung zugeordnet wird.
- Quellensteuer Für Mitarbeiter ohne Niederlassungsbewilligung rechnet der Arbeitgeber die Quellensteuer ab, mit Tarifen je Kanton, die jährlich ändern.
- Quittung Die Bestätigung, dass gezahlt wurde. Der Zahler kann sie verlangen — sie ist der Beweis der Erfüllung.
R
- Rechnungsnummer Die eindeutige Kennung einer Rechnung. Muss eindeutig und nachvollziehbar sein — eine lückenlose Reihe verlangt das Gesetz nicht.
- Regierapport Der Tagesrapport über Arbeiten, die nicht pauschal, sondern nach Aufwand verrechnet werden …
- Reingewinn Was am Ende bleibt: Ertrag minus aller Aufwand, inklusive Steuern.
- Reserven Nicht ausgeschütteter Gewinn im Eigenkapital — gesetzlich vorgeschrieben oder freiwillig gebildet.
- Revisionsstelle Die externe Prüfung des Abschlusses. Ordentliche Revision, eingeschränkte Revision oder Verzicht — abhängig von der Grösse.
- Rückstellung Eine Verpflichtung, deren Höhe oder Fälligkeit noch offen ist — zurückgestellt wird für den wahrscheinlichen Fall.
S
- Saldosteuersatz Unter der Umsatzgrenze darf mit einem pauschalen Saldosteuersatz abgerechnet werden statt effektiv.
- Säule 3a Freiwillige, steuerlich begünstigte Selbstvorsorge.
- Schlussrechnung Die abschliessende Rechnung eines Auftrags, in der Anzahlungen und Teilrechnungen abgezogen werden.
- SIA-Phasen Die Ordnung 102 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins gliedert ein Projekt in Phasen von der strategischen Planung bis zur …
- Skonto Ein Abzug für schnelle Zahlung — etwa zwei Prozent bei Zahlung innert zehn Tagen statt dreissig.
- Soll und Haben Die zwei Seiten jedes Kontos. Links Soll, rechts Haben — was sie bedeuten, hängt vom Kontotyp ab.
- Sozialversicherungstarif SSO Der Tarif, nach dem zahnärztliche Leistungen gegenüber Invaliden-, Militär- und Unfallversicherung abgerechnet werden — mit eigenen Taxpunktwerten je …
- Spesenpauschalen Pauschalen für Verpflegung, Übernachtung und Fahrzeug unterscheiden sich je Reglement und Funktion.
- Spesenreglement Ein vom Kanton genehmigtes Spesenreglement macht Pauschalen ohne Einzelbelege möglich.
- Stille Reserven Eigenkapital, das in der Bilanz nicht sichtbar ist — weil Aktiven zu tief oder Passiven zu hoch bewertet sind.
- Stockwerkeigentum Eine Liegenschaft, die nach Artikel 712a des Zivilgesetzbuchs in Anteile geteilt ist, wird nicht wie ein Mietobjekt verwaltet …
- Stornorechnung Die vollständige Aufhebung einer Rechnung durch einen Gegenbeleg.
- Swissdec ELM Lohnmeldungen an AHV, Suva, Steuerämter und Versicherer laufen elektronisch über den Swissdec-Standard.
T
- Take-away 2.6 vs. vor Ort 8.1 Dieselbe Speise trägt zwei Sätze: als Take-away den reduzierten von 2.6 %, zum Verzehr an Ort den Normalsatz von 8.1 %.
- TARDOC / TARMED Ärztliche Leistungen werden nach TARMED abgerechnet, das per 2026 von TARDOC abgelöst wird.
- Teilzahlung Eine Zahlung, die nur einen Teil der Rechnung deckt.
- Treuhänder Der externe Dienstleister für Buchhaltung, Abschluss, Löhne und Steuern — und in vielen KMU der eigentliche Nutzer der Software.
- Trinkgeld Freiwilliges Trinkgeld ist kein mehrwertsteuerpflichtiger Umsatz, gehört aber in die Kassenabstimmung, und wer es ans Personal weitergibt, muss die …
- Trust Center Die Rechnungsstellung an die Versicherer läuft über ein Trust Center oder eine Abrechnungsstelle.
- TWINT als Zahlungsart In der Schweiz die verbreitetste bargeldlose Zahlungsart, im Ausland unbekannt.
U
- Überobligatorische Vorsorge Alles in der Pensionskasse, was über das gesetzliche Minimum hinausgeht — freiwillig und frei gestaltbar.
- UID-Nummer Die eine Unternehmensnummer für alle Behörden, im Format CHE-123.456.789.
- Umlaufvermögen Was sich innert eines Jahres in Geld verwandelt: Kasse, Bank, Forderungen, Vorräte.
- Umsatz Die Summe der verrechneten Leistungen einer Periode, ohne Mehrwertsteuer.
- Unternehmerlohn Was der Inhaber für seine Arbeit bezieht.
- Unveränderbarkeit Belege müssen nach der Ablage unveränderbar sein oder jede Änderung protokollieren.
- UVG-Unfallversicherung Obligatorisch für alle Arbeitnehmenden. Berufsunfall zahlt der Arbeitgeber, Nichtberufsunfall in der Regel der Arbeitnehmer.
V
- Variable Kosten Kosten, die mit der Menge steigen: Material, Fremdleistungen, Stundenlöhne, Transport.
- Verein Nichtwirtschaftlicher Zweck, Statuten, Vorstand.
- Vereinsbuchhaltung Vereine rechnen häufig über Einnahmen und Ausgaben ab statt doppelt, dazu kommen zweckgebundene Mittel und Fonds.
- Verlustschein Die amtliche Bestätigung, dass eine Betreibung ohne Erfolg endete.
- Verlustvortrag Ein Verlust, der mit künftigen Gewinnen verrechnet wird — in der Regel während sieben Jahren.
- Verrechnungssteuer Ein Steuerabzug an der Quelle auf Dividenden und Zinsen — 35 Prozent, rückforderbar bei korrekter Deklaration.
- Verzugszins Der Zins, den ein Schuldner ab Verzug auf eine fällige Geldschuld zahlt — von Gesetzes wegen fünf Prozent im Jahr, auch wenn der Vertrag weniger …
- Vorsteuer Die Mehrwertsteuer auf den eigenen Einkäufen.
W
- Wertberichtigung Die Korrektur eines Aktivpostens nach unten, weil sein Wert gesunken ist — anders als die Abschreibung nicht planmässig.
Z
- Zahlungsfrist Die Zeit, die dem Kunden für die Zahlung bleibt.
- Zolldeklaration Ein- und Ausfuhren werden elektronisch beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit angemeldet …