KMU Softwarevergleich

Forderungsverlust

Ein Forderungsverlust liegt vor, wenn eine Kundenforderung endgültig uneinbringlich ist; sie ist erfolgswirksam auszubuchen, und die darauf abgelieferte Mehrwertsteuer kann in der Abrechnung korrigiert werden.

Definition

Der Zeitpunkt ist die schwierige Frage. Ein Verlust ist nicht schon dann eingetreten, wenn ein Kunde nicht zahlt, sondern wenn die Uneinbringlichkeit feststeht — etwa mit einem Verlustschein aus der Betreibung oder dem Abschluss eines Konkurses. Vorher ist die richtige Antwort eine Wertkorrektur, keine Ausbuchung.

Wer die Mehrwertsteuer nicht korrigiert, bezahlt Steuer auf Umsatz, den er nie erhalten hat. Diese Korrektur ist an den Nachweis gebunden — auch das ein Grund, den Betreibungsweg zu dokumentieren.

Zum Nachlesen

Was die Software können muss

Zu prüfen ist, ob die Software ein Ausbuchen mit Steuerkorrektur kennt, ob der Verlust dem Kunden zugeordnet bleibt — für die künftige Bonitätsbeurteilung — und ob Wertkorrekturen getrennt von endgültigen Verlusten geführt werden.

Geprüft Aug. 2026

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