KMU Softwarevergleich

Buchführungspflicht

Buchführungspflichtig mit doppelter Buchhaltung sind alle im Handelsregister eingetragenen Unternehmen ab 500 000 Franken Jahresumsatz sowie alle juristischen Personen; Einzelfirmen und Personengesellschaften darunter führen nur eine Aufstellung über Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage.

Definition

Die kleine Variante wird oft Milchbüechlirechnung genannt. Sie ist keine Nachlässigkeit, sondern die gesetzlich vorgesehene Form — verlangt aber ebenso Belege, Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit. Wer sie führt, muss keine Bilanz erstellen.

Vereine und Stiftungen sind buchführungspflichtig, wenn sie im Handelsregister eingetragen sind oder revisionspflichtig sind; sonst genügt ihnen die einfache Rechnung. Die Grenze ist damit nicht der Zweck, sondern die Grösse.

Wortlaut

Der Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung gemäss den nachfolgenden Bestimmungen unterliegen: 1. Einzelunternehmen und Personengesellschaften, die einen Umsatzerlös von mindestens 500 000 Franken im letzten Geschäftsjahr erzielt haben; 2. juristische Personen.
Artikel 957 Absatz 1 Obligationenrecht (SR 220)

Die Zahlen

500 000 Franken
Jahresumsatz, ab dem doppelte Buchführung verlangt ist Art. 957 Abs. 1 OR

Zum Nachlesen

Was die Software können muss

Wer unter der Grenze liegt, braucht kein Programm mit Bilanz und Kontenplan — eine geordnete Einnahmen- und Ausgabenrechnung genügt. Diese Unterscheidung entscheidet über die halbe Auswahl und wird in Vergleichen selten gemacht.

Geprüft Aug. 2026

Weitere Begriffe aus Buchführung und Aufbewahrung: Abschlussmodule Abschreibung Aktive Rechnungsabgrenzung Anlagevermögen Bareinnahmen Beleg Bilanz Bilanzsumme Break-even-Point Bruttogewinn Buchungsjournal Buchungssatz Buchwert Deckungsbeitrag Doppelte Buchhaltung Durchlaufposten EBIT EBITDA Eigenkapital Eigenkapitalquote Einfache Buchhaltung Erfolgsrechnung Eröffnungsbilanz Fixkosten Fremdkapital Fremdwährung GeBüV-Konformität Geldflussrechnung Gemeinkosten Geschäftsaufwand Geschäftsjahr Geschäftsvermögen Gewinnvortrag Hauptbuch Inventar Jahresrechnung Kassenbuch Kontenrahmen KMU Kostenstelle Liquidität Milizstruktur Mitgliederbeiträge Passive Rechnungsabgrenzung Periodengerechtigkeit Reingewinn Reserven Rückstellung Soll und Haben Stille Reserven Umlaufvermögen Umsatz Unveränderbarkeit Variable Kosten Vereinsbuchhaltung Verlustvortrag Wertberichtigung