KMU Softwarevergleich

GeBüV-Konformität

Die Geschäftsbücherverordnung regelt, wie Geschäftsbücher und Belege geführt und aufbewahrt werden: zehn Jahre lang, jederzeit lesbar, vollständig und nachvollziehbar — elektronisch zulässig, wenn Integrität und Verfügbarkeit gesichert sind.

Definition

Sie verlangt nicht ein bestimmtes System, sondern Eigenschaften: Die Aufzeichnungen müssen bis zum Ablauf der Frist lesbar bleiben, der Zusammenhang zwischen Beleg und Buchung erkennbar sein, und Änderungen müssen entweder unmöglich oder nachweisbar sein. Ein Ablagesystem allein erfüllt das nicht.

Bei veränderbaren Datenträgern — also praktisch jeder Festplatte — verlangt die Verordnung zusätzliche Massnahmen wie Protokollierung und Signaturen. Das ist der Grund, weshalb «revisionssicher» bei Archivsystemen mehr bedeutet als «kann nicht überschrieben werden».

Wortlaut

Die Geschäftsbücher und die Buchungsbelege können auf Papier, elektronisch oder in vergleichbarer Weise aufbewahrt werden, soweit dadurch die Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden Geschäftsvorfällen und Sachverhalten gewährleistet ist und wenn sie jederzeit wieder lesbar gemacht werden können.
Artikel 958f Absatz 3 Obligationenrecht (SR 220)

Die Zahlen

10 Jahre
Aufbewahrungsfrist für Geschäftsbücher und Belege Art. 958f OR

Zum Nachlesen

Was die Software können muss

Drei Prüfpunkte: unveränderbare Ablage oder Änderungsprotokoll, Lesbarkeit über zehn Jahre unabhängig vom Programm — also ein vollständiger Export —, und die Zuordnung zwischen Beleg und Buchung in beide Richtungen.

Geprüft Aug. 2026

Weitere Begriffe aus Buchführung und Aufbewahrung: Abschlussmodule Abschreibung Aktive Rechnungsabgrenzung Anlagevermögen Bareinnahmen Beleg Bilanz Bilanzsumme Break-even-Point Bruttogewinn Buchführungspflicht Buchungsjournal Buchungssatz Buchwert Deckungsbeitrag Doppelte Buchhaltung Durchlaufposten EBIT EBITDA Eigenkapital Eigenkapitalquote Einfache Buchhaltung Erfolgsrechnung Eröffnungsbilanz Fixkosten Fremdkapital Fremdwährung Geldflussrechnung Gemeinkosten Geschäftsaufwand Geschäftsjahr Geschäftsvermögen Gewinnvortrag Hauptbuch Inventar Jahresrechnung Kassenbuch Kontenrahmen KMU Kostenstelle Liquidität Milizstruktur Mitgliederbeiträge Passive Rechnungsabgrenzung Periodengerechtigkeit Reingewinn Reserven Rückstellung Soll und Haben Stille Reserven Umlaufvermögen Umsatz Unveränderbarkeit Variable Kosten Vereinsbuchhaltung Verlustvortrag Wertberichtigung